Lachs (Salmo salar)

FFH-Art 1106

Der Atlantische Lachs (Salmo salar) zeichnet sich durch einen langgestreckten Körper mit variabler Färbung, einen relativ kurzen Kopf und die schwach eingeschnittene Schwanzflosse aus. Er kann bis 150 Zentimeter lang und 35 Kilogramm schwer werden.

Der anadrome Lachs hält sich die meiste Zeit seines Lebens im Meer (Atlantik) auf. Zum Laichen zieht er flussaufwärts ins Binnenland. Dabei werden Strecken von vielen hundert Kilometern zurückgelegt. Während dieser Zeit nehmen die Tiere keine Nahrung zu sich.

Atlantischer Lachs
Atlantischer Lachs  © LfULG, Referat 76
Lachseier
Lachseier  © Archiv Naturschutz LfULG, W. Fiedler

Am Laichplatz, in der unteren Forellen- und Äschenregion der Fließgewässer, legen die Weibchen 3000 bis 15.000 Eier im kiesigen Substrat ab (Oktober bis Februar). Die Jungfische halten sich ein bis zwei Jahre im Süßwasser auf und wandern dann im Frühjahr flussabwärts zum Meer.
Nach zwei bis vier Jahren Aufenthalt ziehen die geschlechtsreifen Tiere wieder stromaufwärts in ihre Laichgewässer.
Der Lachs galt seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland als ausgestorben. In Sachsen zählte er früher zu den häufigsten Fischen im Einzugsgebiet der Elbe. Der letzte Elblachs in Sachsen wurde 1947 in der Elbe bei Pirna gefangen.

Insbesondere die Errichtung von Wehren und Schleusen, Gewässerausbau und -unterhaltung sowie die einsetzende Verschmutzung der Fließgewässer trugen zum Erlöschen der Bestände bei.
Durch ein Wiederansiedlungsprojekt der Fischereibehörde seit Mitte der 1990er Jahre konnte die Art erfolgreich wiedereingebürgert werden. Seitdem gibt es mehrere Nachweise aus dem gesamten Verlauf des sächsischen Teils der Elbe sowie aus den Laichgewässern von Lachsbach, Sebnitz und Polenz. Weitere Vorkommen lassen sich in der Müglitz, der Pulsnitz und der Chemnitz verzeichnen. Allerdings kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht von selbsterhaltenden Populationen gesprochen werden.

Wesentliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Bestände sind Erhaltung und Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Gewässer bzw. Ausbau von Aufstiegsmöglichkeiten, weitere Verbesserung der Wasserqualität und gegebenenfalls Ausweisung von Laichschonbezirken bis zur Etablierung überlebensfähiger Populationen.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 76: Fischerei

Fabian Völker

Telefon: 035931 296-22

Telefax: 035931 296-11

E-Mail: Fabian.Voelker@smekul.sachsen.de

FFH-Art 1106

Wiederansiedlungsprogramm für den Lachs (W. Fiedler, Archiv LfUG)
Das Wiederansiedlungsprogramm für den Lachs ist weiterhin erfolgreich ©  Archiv Naturschutz LfULG, W. Fiedler

Publikationen

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